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12 medialisten unterwegs
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da bin ich wieder...
diesmal aus antigua, einer kleinen stadt im kolonialstil zwischen 3 vulkanen gelegen...
hier gibt es haufenweise spanischschulen und wir haben eine woche spanischkurs inklusive unterkunft bei einer einheimischen familie...
das heisst, dass wir jetzt erstmal ein bisschen ruhe haben, emails schreiben (auch persoenliche), und mal wieder irgendwo wohnen, nicht nur schlafen, koennen...
auf dem weg hier her haben wir noch einen tag in guatemala city verbracht, der groessten stadt mittelamerikas (2mio einwohner) verbracht...
guatemala city war vor allem laut, hektisch und voller busse (dort gibt es ungelogen mehr busse als autos [oder zumindest genauso viele])...
und in der nacht war es nicht besonders gemuetlich, so dass wir entgegen unserer sonstigen gewohnheit, den abend im hotel, in unserem fensterlosen zimmer, verbrachten...
ach ja und dann waren wir ja noch in tikal...
abgesehen vom preis hat es sich echt gelohnt (touristen muessen 50Q(6,50$US!) anstatt 15Q (2$US), wie die einheimischen, bezahlen)...
ich werd versuchen in der woche die wir hier sind mal ein paar erste fotos zukommen zu lassen...
beindruckende architektur in einem mehr aus dschungel, das man von den tempeldaechern aus ueberschauen kann...
dazu einige pfade durch den dschungel auf den man sich wie auf monkey island fuehlt (insider information [fragt die hallen crew])...
eine menge voegel, gruene, rote, blaue, braune, regenbogenfarbene, und ein affe waren auch dabei...
also wenn ihr mal in der naehe seid, es lohnt sich...
und danach waren wir noch in florez, der kolonialen nachbarstadt santa elenas, in der die meisten touristen absteigen bevor si nach tikal fahren, und haben tourismous tourismous betrieben, sozusagen inkonigto...
und danach halt nach guatemala city...
also ich meld mich bestimmt noch mal aus antigua...
bis denn...
...da gnuwwel...
und dann ist dem eric noch folgendes eingefallen:
hab ich ganz vergessen...
ich glaube ich hab alle mails erhalten...
und ich freu mich ueber jede einzelne...
und mailt mir auch wenn ihr irgendwelche fragen habt...
ich bin gerne bereit mehr zu erzaehlen...
also ich freu mich ueber feedback...
ansonsten koennt und sollt ihr mich mit all euren (fuer euch und/oder mich) belanglosen und wichtigen informationen bombadieren (ich werde auch manchmal antworten :) )...
und nochmal ein paar wichtige infos:
wenn ihr was fuer mich und stephan habt: travelers@medialisten.net
bei problemen mit unseren email addressen pille@struction.de (danke marko :) )
und ab und zu auf medialisten.net/onroad vorbeischauen, dort koennten demnaechst auch einige bilder auftauchen
also bis denn...
...da gnuwwel...
Bevor ich was zu Antigua schreibe moechte ich noch ein paar Zeilen mit Gedanken zu Tikal und Guatemala City fuellen:
Der Besuch in Tikal, einer alten Mayastadt im Dschungel noerdlich von St. Elena/Flores, war zwar nicht sehr guenstig aber dennoch preiswert. Das Gebiet ist ein Naturreservat, sodass die Symbiose von geschichtstraechtigem, urspruenglichem Lebensraum und Tourismus funktionieren kann. Mann kann dort durch den Urwald wandern,den Geraeuschen der Bruellafen, exot. Voegel, etc. lauschen und gelangt dann zu den Tempelruinen der alten Stadt. Besteigt man diese, ist es wirklich atemberaubend. Zum einen sind die Stufen selbst fuer grosse europaeische Schrittlaengen zu hoch (aber wir sind ja auch keine Goetter), desweiteren sind die Aufstiege sehr steil und das Klima ist warm und feucht.
Natuerlich meine ich mit "atemberaubend" in erster Linie den Anblick, der sich bietet, wenn der Aufstieg hinter einem liegt. Man befindet sich tatsaechlich zwischen Himmel und Erde und schaut ueber das gruene Dach des Urwalds, das das Geschehen am Boden vollstaendig verdeckt. Wieder sind es das Blau des Himmels und das kraeftige Gruen des Waldes die das Bild praegen. Zwischen diesen zwei Welten befindet man sich auf den Tempeln, deren Spitze nur etwas ueber die Baumkronen ragen. Ringsherum nur weites, huegeliges Land mit allen Nouancen der Frabe der Natur. Kaum beschreibbar.
Wir verliessen Tikal gegen 18.00 Uhr. Die Abenddaemmerung setzte ein, die Geraeusche des Dschungels traten in den Vordergrund und die Ruien wurden dem Wald langsam wieder zurueckgegeben.
Auf der Rueckfahrt hatte ich noch eine ganz interessante Unterhaltung mit dem Fahrer ueber die Geschichte seines Landes.
In Guatemala war bis 1996 Buergerkrieg mit insges. ueber 250,000 Toten, unzaehligen "Vermissten" und 1000 Fluechtlingen. Mal wieder hatten die so geliebten USA ihre Interssen vertreten und der Selbstbestimmung Guatemalas keine Chance gelassen. Doch seit fast sechs Jahren gibt es nun auch nach 21.00 Uhr gesellschaftliches Leben in Guatemala und die Menschen koennen sich frei bewegen. Die verdunkelten Autos, in denen die Menschen, die zu viel wussten oder die falschen Anschauungen hatten, fuer immer verschwanden, sind nur noch gegen die Sonne gut. Die Leute die frueher am Steuer saszen, sitzten nun in Uniform im Polizeiwagen und sorgen fuer die allgemeine Sicherheit. Tja auch etwas skuril, aber immernoch besser, als vor 1996.
22.30 bestiegen wir den Bus nach Guatemala City. Er war nicht ganz voll, so dass wir Platz zum Schlafen fanden.
Gegen 7.30 erreichten wir G.C., was ebenfalls langsam erwachte. Der erste Eindruck war schon durch gemischte Gefuehle gepraegt. Auf der einen Seite viel Bewegung und lustiges Treiben, auf der anderen verfallene Bauten und sehr arme Menschen.
Es gibt sehr viele Bettler, Prostitution, Kriminalitaet, Armut aber auch Dekadenz, schoene Wohnviertel, belebte Plaetze, einen Zoo etc. Die Atmosphaere besteht aus genau diesen Wiederspruechlichkeiten. Es ist ein sehr interessanter Ort, aber kein schoener. Auf den Plaetzen ging es hektisch zu und von ueberall wurde man beschallt ("rappende" Entertainer, Bauchredner, Artisten und 1000de Verkaeufer) und in den Strassen lagen schwere, dicke Dieselwolken von den unzaehligen Bussen.
Gestern Abend wollten Eric und ich noch ne Runde spazieren gingen, wobei wir uns aber so unwohl fuehlten, dass nicht weit kamen und einen kleinen Imbiss in unserem Zimmer dem vorzogen.
Heute gings nach Antigua, einer alten Kolonialstadt umringt von 3 Vulkanen. Ein sehr schoenes und gemuetliches Oertchen, dass wegen seiner Sprachschulen sehr bekannt und von Rucksackreisenden stark bevoelkert ist. Auch wir werden hier eine Woche mit spanischlernen verbringen und uns hier sicher sehr wohl fuehlen. Im Preis von 110 $US fuer 5 Tage Schule (1Leherer/Schueler)ist auch die Unterkunft und Verpflegung in einer Familie enthalten. Die Familie ist reich, beherbergt insges. 4 Schueler und macht einen recht netten Eindruck.
Wir werden sehen.
Mehr gibts in den naechten Tagen zu lesen.
-Euer Stephan
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