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12 medialisten unterwegs
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hallo alle...
nun mal wieder ein reisebericht, heute aus san salvador...
doch zuerst einmal eine kurze zusammenfassung von unserer zeit in antigua...
antgua ist eine kleine gemuetliche stadt, in der es fast genauso viele
touristen wie einwohner gibt...
aber einige bauvorschriften und eine bestimmte sorte von touristen (min.
80% sind in antigua um spanisch zu lernen, weit ueber die haelfte sind
traveler) die nicht zwingend auf ihren gewohnheiten bestehen helfen es
trotzdem nicht zu einem touristenghetto verkommen zu lassen...
dort waren wir nun 6tage mit spanischunterricht (4h/tag) unterkunft und
drei mahlzeiten...
untergekommen sind wir in einer famielie, die das ganze eher als pension
und nicht als familienunterkunft betrieb...
das war aber auch fuer eine woche (mit arg begrenzten spanischkenntnissen)
auch ganz in ordnung, da man sich in dieser kurzen zeit gar nicht einleben kann...
so lebten wir dort mit noch einer deutschen und einem norweger, mit dem
wir auch den einen oder anderen abend verbracht haben und der uns nach
norwegen eingeladen hat :)...
am sonnabend hatten wir dann unseren letzten unterricht und wollten uns
danach auf nach la liberdad (el salvador) machen...
doch wir kamen 10min zu spaet am busbahnhof an, so dass wir den letzten
bus richtung grenze verpassten...
also haben wir noch eine nacht in einem hotel verbracht, und sind am naechsten morgen gleich um 7:00 aufgebrochen (um 6:15 aufgestanten :O )
am abend (nach einer langen busfahrt mit 3mal umsteigen) sind wir dann in
la liberdad angekommen...
das war der zeitpunkt an dem wir unseren finaziellen moeglichkeiten
ueberprueften, und feststellen mussten, das wir wiedermal kaum einen
pfennig hatten (50colon = ca. 6$US um genau zu sein)...
wir haben dann ein hotel fuer 45colon bekommen, so dass wir insgesammt
5colon und die ungewissheit, ob wir hier geld bekommen wuerden, uebrig
hatten...
naja es wuerde reichen um einen von uns nach san salvador(el salvador) zu
schicken damit er geld hollen koennte...
wir haben jedenfalls erstmal geschlafen...
am naechsten tag sind wir auch zuerst in zur bank gegangen, wo wir
natuerlich kein geld bekammen (was wir erst nach einigem anstehen
herausfanden)...
schon kurz vor der verzweiflung hat stephan dann noch weiter 5colon
gefunden, genug um uns beide nach san salvador zu bringen...
wir haben dann geld geld sein lassen und uns in die wellen des pazifiks
gestuerzt...
gluecklich wie die kleinen kinder haben wir 2h geplanscht und uns von den
wellen herum wirbeln lassen...
danach haben wir uns noch schnell geduscht, eine kleinigkeit gegessen
(hierbei wurde das nutella dann alle [gruss an hannes :)]) und uns zum
busterminal begeben...
und dann die laengste busfahrt unserer reise angetreten...
nicht etwa zeitlich lang, aber ohne zu trinken im ueberfuellten bus bei
30gradC im schatten, nur leider ohne schatten auf der strasse, machen
eine stunde busfahren zur halben (oder ein bisschen mehr) ewigkeit...
am ende sind wir aus dem busgestiegen, froh noch nicht zusammen gebrochen
zu sein, haben uns geld besorgt, gluecklich nicht nur geld sonder auch
noch $US (ist hier offizille landeswaehrung seit 2-3jahren) zu bekommen,
und selig als wir ein stueck melone uns einverleibten...
das mit den $US nur noch mal kurz erklaert...
nicht das die so toll sind, aber wir konnten so endlich unsere not-kassen
wieder auffuellen, und doller sind in allen latein amerikanischen
laendern akzeptiert oder werden von den banken getauscht...
wir wurden wieder ernuechtert, als wir festellten, dass wir den lonely
planet (reisefuehrer) irgendwo liegen lassen, und auch nicht wiedergefunden haben...
aber das leben geht halt weiter...
ich konnt mich auch noch an eine adresse eines hotels errinnern, das wir
auch tatsaechlich gefunden haben...
so hatten wir ein zimmer fuer die nacht...
stephan hat sich ein bisschen ausgeruht, und ich bin durch die stadt
gelaufen...
danach sind wir zusammen nochmal durch die stadt (ich rede in wirklichkeit
nur vom zentrum) gelaufen...
san salvador zenrum ist ein einziger markt...
ueberall gibt es staende, menschen und geschrei...
man bekommt von schlangenhaeuten und kraeutern ueber obst und gemuese,
fleisch, moebel, werkzeug, zahnpasta fuer \'nen dollar, schuhen, klamotten
bis zu cds und kassetten alles auf den strassen...
und dann gibt es einen platz, voller imbissstuben, an denen man vorbeilaufen und sich beim gericht seiner wahl niederlassen und essen kann...
das haben wir auch gemacht, und ein leckeres abendbrot mit reis+bohnen,
tortillas und fleisch genossen...
und eine zeitung haben wir auch gekauft und versucht zu lesen, was uns nur
halb geglueckt ist...
san salvador hat uns auf jedenfall viel mehr spass gemacht als guatemala
cuidad, was auch an der freundlichkeit der menschen hier liegt...
und nun machen wir uns auf den weg richtung westen nach la unidad und von
dort zu einem nest namens las playitas (die straendchen) von dem wir uns
noch ein bischen badespass erhoffen...
die naechste mail wird euch dann wahrscheinlich aus honduras erreichen,
dem naechsten land auf unserer route...
bis dahin alles gute...
...da gnuwwel...
Wir lernten vom 11 - 16 Februar Spanisch in Antigua. Dabei waren wir in
einer Familie untergebracht. Die Gastgeber waren sehr nett, das
Hausmaedchen konnte gut kochen - fuer unser leibliches Wohl war also
gesorgt. Der Unterricht - insgesamt 4 Stunden pro Tag - begann ganz human
gegen 14.00 Uhr. Auch das Ambiente entsparch in keinster Weise dem einer
Schule. Ich sasz immer auf dem Dach der Schule unter einem bunten
Sonnenschirm und konnte die umliegenden Vulakne um rat bitten. Insegsamt
gibt es 3 davon in der Umgebung, der Hoechste (3700m) ist wohl inaktiv
und sein Krater mit Wasser gefuellt. Von diesem muesten bald auch noch
Fotos folgen. Der zweite ist aktiv und man kann auch den Dampf, des
Nachts sogar sein Feuer sehen.
Es machte wirklich Spass auf diese Art zu lernen, zumal jeder Schueler von
einem Maetsro/a betrut wurde. Leider kann man in einer Woche nicht allzu
viel lernen, aber 4 laenger haette ich eigentlich dort auch nicht bleiben
wollen. Mein Fazit ist: Antigua ist schoen, sauber, freundlich - aber
nicht Guatemala. Es ist bevoelkert von etlichen Touristen, die meisten so
wie wir mit Rucksack unterwegs und nett, aber das ist nicht warum wir
hier sind.
Zu unseren nettsten Bekannschten gehoerte die mit Sixtein? - ein Norweger,
der fuer 4 Wochen Spanisch in Antigua lernt und dabei in der gleichen
Gastfamilie wie wir wohnt. Den letzten, sehr lustigen Abend verbrachten
wir in einer groesseren Gruppe mit einem Schweizer, zwei Daenen ( der
eine war \"Anders\") und Andres aus Californien (bisher der sympathiste und
kritischte Ami, den ich kennengelernt habe).
Am folgenden Tag verpassten wir unseren Bus und verlaengerten daurch den
Aufenthalt noch einmal, was aber kein Beinbruch war.
Den Morgen darauf verliessen wir um 7.30 Antigua in Richtung Grenze.
Vorbei an den Vulkanen und schoener Landschaft, die ich leider nur selten
zu sehen bekam, denn ich stand fast die ganze Zeit und stiess dabei mit
dem Kopf fast an das Dach. Die Fenster sind leider etwas zu tief, sodass
man von oben nur den Muell am Fahrbahnrand erblickt.
Nach 3h hatten dann Eric und ich einen Sitzplatz und wir schliefen ein.
Die Temperaturen stiegen rapide an, denn Antigua liegt auf 1500m un nun
fuhren wir die Pazifikkueste entlang Richtung El Salvador. Unser Ziel
hiesz La Libertad direkt am Ozean. Wir passierten die Grenze, wurden dabei
ein Stueck in so einem maechtigen Amitruck mitgenommen, und hofften, in El
Salvador mit einem Bus direkt an unser Ziel gelangen zu koennen. Doch dem
war nicht so. Ein Abstecher von der Kueste weg war unumgaenglich. Die
46km nach Sonsonate legten wir in rekordverdaechtigen 2h zurueck, denn der
Bus hielt ueberall und steigerte dabei die Zahl der Reisegaeste auf die
eines Grossraumflugzeuges. Gluecklicherweise stiegen wir ja ganz am
Anfang ein und konnten sitzten...
In Sonsonate wechslten wir das Gefaehrt, nebenbei die Busse haben alle
Namen und sind iondividuell Geataltet und aufwendig besprueht, beklebt,
behangen, und fuhren wietere 3h nach La Liberdat - vielleicht 65km...
Die Landschaft war ebenfalls sehr reizvoll und ab und zu konnte ich den
grossen blauen Ozean erkennen. Leider war der \"laessige\" Umgang der Leute
mit ihrem Muell genauso auffaellig wie die Schoenheit der Natur - zwei
Dinge, die auf Dauer nicht zusammenpassen...
Wir erreichten La Libertad in der Abenddaemmerung und hatten nur 55
Colones in der Tasche (ca. 8 $US). Wir fanden einen Raum ( ein Bett,
glaslose Fenster - dafuer mit Blick auf den Pazifik) fuer 45 C. Wir
brauchten also eine Bank!
Eric ging schlafen und ich machte mich noch mal auf zu einem Rundgang
durch den Ort. Ich fand auch eine Bank, sogar mit Automaten, jedoch
konnte ich dort nichts mit einer Visakarte anfangen - weder am dem Abend,
noch am naechten Tag. Ich wanderte durch die Strassen zurueck Richtung
Wasser und stiess dabei auf verfallen Haeuser und Hallen, die von
besseren Zeiten zeugten. Ich ging durch eine Halle und gelangte zu einer
Seebruecke. Im Gegenstaz zu denen an der Ostsee gehoeren hier nur Fischer
und Fischkaeufer auf diese Bruecken. Die Leute guckten verdutzt, ich
gruesste und sie erwiederten den freundlichen Gruss. Die Seebruecke war
vollgestellt mit kleinen Fischerboten, die mit Hilfe eines Krans zu
Wasser gelassen und wieder an Land geholt wurden. Maenner warfen kleine
Netze in das Dunkel unter sich und holten kleine silberne Fische wieder
hoch. Andere angelten nur mit einer duennen Angelasehne in der Hand etwas
groessere Exemplare. Ich beobachtete dieses Treiben noch eine ganze Weile
und machte mich dann auf den Rueckweg vorbei an den Ruinen alter Hotels,
Kioske, Strandpools und Lagerhallen. Irgenwie haben solche alten Bauten
eine besondere Wirkung auf mich. Fuer einen kurzen Moment laesst sich das
Leben vor etlichen Jahren erahen und auf den Balkonen sehe ich Gaeste,
hinter den grossen Scheiben des ehemaligen Hotels verspeisen die Leute
die Fruechte des Meeres und in den grossen Hallen wir der Fisch verkauft,
verladen oder eingeforen. Doch diese Zeiten sind offensichtlich vorbei.
Ueberall verostete Drahtzaeune, eingestuerzte Mauern, abgedeckte Daecher
und der Geruch von Urin, Kot und totem Fisch.
Anstatt die alten Haeuser zu restaurieren (ich vermute der Grund fuer den
Verfall war der Buergerkrieg oder ein Erdbeben, o.ae.), hat man den Ort
an der Seite um ein paar kleine Hotels, Bars und Restaurants ergaenzt.
Auch ich legte mich in Bett und erwachte mit einem Blick direkt auf das
kraeftige Blau des Pazifik. Nun hatte sich das Farbverhaeltnis umgekehrt
und glitzernes intensives und strahlend wolkenloses Blau dominierten. Nur
in der Perepherie war noch das Gruen der Palmen und der umliegenden
Huegel auszumachen.
Wir stuerzten uns in die Fluten und spielten mit den Wellen - oh perdon er
maechtige Neptun moege es mir verzeihen: ...und die Wellen spielten mit
uns. Danch investierten wir die letzten 10 Colones in die Busfahrt nach
San Salvador, wo wir auf Visakartenfaehige Banken hofften. Es war zwar
nicht einfach und wir machten einen kleinen Marsch, doch letzendlich
fanden echte US$ Platz in unseren leeren Geldbeuteln. Wir erfrischten uns
mit Wassermelone und wollten uns gerade auf die Suche nach einem Hotel
machen, als wir feststellten, dass der \"Lonely Planet\" von nun an alleine
sein wollte. Wir suchten alle Orte, an denen wir halt gemacht hatten
nocheinmal ab, doch er wollte alleine bleiben. Dennoch gelang es Eric ein
recht preiswertes Hotel ausfindig zu machen.
Den Abend verbrachten wir mit eniem Rundgang durch die Stadt, wobei der
Eindruck aufkam, sie sei ein einziger Markt, auf dem alles sinnvolle und
sinnlose Zeug (getrocknete Schlangen z.B) erstehen konnte. Wir genossen
ein gutes Abendmahl mit Reis, Bohnen, einem Stueck Fleisch, Totillas und
Tomate, schoben einen Hamburger hinterher und versuchten eine Zeitung zu
lesen. Soweit sind wir noch nicht, nur den Artikel ueber Bush in Tokyo
konnte ich verstehen, das ist ja immer aehnlich...wenn auch nicht gut.
Demnaechst verlassen wir San Salvador in Richtung Golf von Funesca oder
Pazifikueste. Ich werde mich bald wieder melden.
Seid gegruesst und mit den besten Wuenschen bedacht
...Euer Stephan
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