leider hab ich im moment keine ruhe, um einen weiteren reisebericht zu verfassen...
darum nur eine kurze mail damit ihr alle wisst, dass ich noch am leben bin
und es mir gut geht...
die naechste wird bestimmt wieder laenger...
bis denn...
...da gnuwwel...
die strecke san salvador nach tegucigalpa legten wir in zwei etappen zurueck.
zuerst machten wir (2tage) halt in la union, einem ort in el salvador
direkt am golf von funesca. fast alle, die leute saszen bis spaet in den
abend auf der strasse oder vor den kleinen bars, gruessten uns und einige
suchten das gespraech. das fuehrte bei uns zu einer sehr angenehmen
stimmung, da wir das gefuehl hatten willkommen zu sein. wir verbrachten
den abend mit spazierengehen und essen. ich knuepfte kontakt zu einem
basketballspieler und nagelte ihn darauf fest, den naechsten tag mit mir
spielen zu gehen. so kam es dann auch, r nicht wie geplant am vormittag,
aber in den abendstunden. bis dahin machten wir einen ausflug nach las
playitas, ein winziges aber unglaublich idyllisches Fischerdoerfchen, das
nur ueber eine schotterpiste zu erreichen war. natuerlich waren wir auch
dort, besonders Eric, eine ganz besondere Attraktion. wir genossen ein
bad in dem warmen aber dennoch erfrischenden wasser des golfes. die wogen
wiegten uns sanft auf und ab und das einzige was man zu tun brauchte war
ab und zu lethargisch mit den armen zu paddeln um nicht unterzugehen. wir
verbrachten ewigkeiten im wasser und schwammen erst zurueck an land, als
unsere baeuche sagten, dass es nun zeit fuer einen fangfrischen fisch mit
reis und etwas salat sei. Diesem beduerfnis leisteten wir folge, liessen
uns im anschluss an das koestliche mal noch eine heisse quelle (vulkan.)
zeigen und krochen alsbald wieder traege zurueck ins wasser. gegen 16.00
waren wir wieder zurueck in la union, ich zog die bball-boots an und
freute mich auf etwas sportliche betaetigung. zu meinem erstaunen waren
auf dem basketballplatz mindestens 15-20 leute versammelt, beim fussball
nebenan waren es nochmehr. Aber das faellt eigentlich fast ueberall auf,
und man bekommt eine ganz praktische Vorstellung von den nachteilen der
demographischen entwicklung in deutschland.
die spieler waren gut, nicht so gut, dass ich mich haette verstecken
muessen, aber es war schon sehr fordernd. Was wiederum dem Spassfaktor
nur zutraeglich ist. erschoepft aber mit strahlenden augen suchte ich
danach das kuehle nass der dusche im hotel auf und im anschluss genossen
wir einmal mehr ein gutes und preiswertes abendmahl auf der strasse.
die naechte etappe fuehrte uns ueber die grenze nach honduras, vorbei an
sehr trockener, bergiger landschaft, bis nach san lorenzo. Von diesem ort
hatten eric und ich schon in einer ntv-doku erfahren, dass dort ein
deutscher maschinenbauer sein schrimpsimperium alla forest gump
etabliert hatte. wir standen nun direkt vor seiner neuen fabrik und hatten
noch mehr vorbehalte gegen diesen mann, der \"sein\" gold aus dem golf
durch bis an die zaehne bewaffnete ehemalige paramilitaers beschuetzen
laesst, da die einheimischen diebisch und krimminell sind. Ab und zu gibt
es da mal ein paar verletzte oder tote - aber sie sind ja auch verbrecher - gemeine schrimpdiebe...
auch dieser tag endete fuer mich nicht ohne eine runde basketball mit den
ansaessigen. Danach saszen Eric und ich noch lange am Spielfeldrand,
waerend mittlerweile Fussball gepielt wurde - auf hohem niveau, so dass
es eine echte augenweide war zuzusehen. Die nacht verbrachten wir weniger
gut, dafuer verliessen wir den ort aber ja auch heute morgen und bestiegen
den bus richtung tegucigalpa. ich holte erst mal etwas schlaf nach und
als ich erwachte, hatte sich die wuestenaehnliche, braune landschaft in
gruenes bergland verwandelt. das hebt die stimmung betraechtlich. im bus
unterhielt ich mich etwas mit meinem nachbarn, der aus tegucigalpa stammt,
und erics nachbar bot uns sogar einige orangen und mandarinen an. mit
diesen sehr netten eindruecken erreichten wir vor ein paar stunden die
hauptstadt honduras\' - tegucigalpa - und kehrten im hotel lisboa ein.
hier in t. fuehlen wir uns bis jetzt auch ueberaus wohl,da auf den
straszen ein munteres treiben herrscht und viele leute gruessen, nachdem
sie uns mit groszen augen angestarrt haben.
mal sehen, was der heutige tag noch so fuer uns bereit haelt.
ihr werdet es sicher auch bald erfahren...
euer stephan