12 medialisten unterwegs

hallo ihr lieben zu hause.
wir sind mittlerweile in costa rica angekommen. genauergesagt in der
hauptstadt san jose. vor ca. eineinhalb wochen sind wir aus nicaragua ausgereist.
war ganz unkompliziert eigentlich. hat n bisschen lange gedauert.
ich glaube, einen schaerferen kontrast zwischen zwei nachbarlaendern findet
man hier niergends. nicaragua bettelarm, costa rica, wie der name schon sagt,
auf jeden fall wohlhabender. die armut ist hier nicht so allgegenwaertig. es
gibt sie trotzdem. aber auch der tourismus, den es in n. eigentlich nicht
gibt, ist hier ziehmlich ausgepraegt. wir haben das genutzt und eine tour in
einen der zahlreichen nationalparks gemacht. wir sind einen ganzen tag lang
durch primaerwald gelatscht und haben uns alle moeglichen geoaktivitaeten
angeschaut. kleine vulkane, rauchende seen, mud pots, schwefeltuempel und heisse
quellen. viele lustige tiere ham wa gesehen. irgendwelche waschbaerartigen
banditen, die hemmungslos ein zelt ausgeraeumt haben. meerschweinvorfahren,
genannt agutis. riesenleguane usw. eric ist einen wasserfall hochgeklettert. ich
hab ihn schon abstuerzen sehen, aber er hat wie ein affe grazil die felswand
bezwungen. wir hatten uns dann entschlossen noch zu den heissen quellen zu
wandern und ich dachte mir nichts dabei als die jungs meinten, wir wuerden den
weg locker in einer stunde schaffen. denkste. wir sind an diesem tag ueber 22
km gelatscht *ja micha, ich und wandern, da staunste wa????*. natuerlich
verpassten wir unser abholtaxi, das uns zur lodge bringen sollte, wir haben
naehmlich dort uebernachtet. also noch weitere 2,5 km. ich war echt am ende.
dafuer hatten wir ein feines zimmer, hat auch 10 $ p.p. gekostet. und am naechsten
tag sind wir noch weiter gewandert. oh man ich hab mir echt die liebe pueppi
hergewuenscht. fuer alle die pueppi nicht kennen, es handelt sich um ein
starkes toughes pony auf dem in der fernen heimat reiten darf. aber ich glaube
sie haette sich den hals gebrochen. man musste richtig krass klettern und
hangeln und durch fluesse waten. ich kann schon stolz auf mich sein, ja.
es waren jedenfalls zwei wirklich tolle tage in der wildnis. und langsam ist
der muskelkater in den beinen ueberstanden.
uebrigens, neben dem internetcafe ist sone muskelfabrik, da pumpen grad
richtig krasse baeren und ich seh sie im spiegel.
so, weiter im text. nach dem nationalpark sind wir nach playa samara an den
pazifik gefahren. dort wohnten wir vier tage lang in der villa kunterbunt. da
hat ein bayer ein kleines hotel gebaut und chillt den ganzen tag unter
palmen. dort haben wir abends immer gekocht um geld zu sparen. costa rica ist echt
sauteuer im vgl. zu nicaragua. da gabs dann kartoffelpuffer, ruehrei und
currysosse. und fruchtshakes und fritierte kochbananen. voll lecker. aber
gestern mussten wir uns auch von diesem schoenen ort verabschieden. der strand war
auch traumhaft. und um meine steffi nochmal richtig aergern, die ist
naehmlich sauer wegen den vergleichen mit the beach, wenn man nachts baden war hats
um einen rum so geleuchtet wie im film. flluoreszierendes plankton oder so
was.
aber troestet euch, mein glueck ist morgen endgueltig beendet.

ich freu mich auf euch alle und hoffe etwas von der sonne in mir an jeden
einzelnen abgeben zu koennen.


bis ganz bald also sagt eure hanna.




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Thursday, 01. January 1970 at 01:00
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