12 medialisten unterwegs

[berge in der nacht.]

hallo liebe daheimgebliebene!

unglaublich aber wahr, es gibt anscheinend wieder regelmaesig mail von mir(uns).

aus lima(peru) mit etwas verspaetung losgefahren und laenger gebraucht als gedacht kamen wir erst am spaeten abend in huancayo(peru) an (am hoechsten punkt der strecke, schafe und lamas mit schneebedeckten ruecken).
trotzdem machten wir uns mutig auf die suche nach einem hotel, vobei nicole tapfer mitlief, bis ich eine unterkunft fand, die alle meine ansprueche befriedigte.

Ich haette nie gedacht, dass Eric so anspruchsvoll ist, aber na gut damit kann ich mich gut und gerne abfinden.
Nur was das Busfahren betrifft so bin ich nicht der Mensch, der gerne laenger als 3 Stunden in jenen verbringt, zumal ich hier besonders anfaellig bin.

huancayo(peru) praesentierte sich am naechsten tag lebendig und vor allem sonnig.
lange liefen wir durch die stadt, bis zu einem huegel im tal, von dem aus man zwei dinge betrachten konnte.
zum einen das panorama der stadt, mit umzingelnden bergen, zum anderen eine parade von schulkindern, die schon mal fuer den grossen tag uebte (28. juli ist unhabhaengikeitstag und gespannte erwartung darauf liegt bereits seit zwei wochen in der peruanischen luft).
der rest des tages erschoepfte sich in internetsessions, essen gehen und frueh das bett aufsuchen.

der versuch des naechsten morgen, noch vor dem mittag die stadt zu verlassen schlug fehl, der fruehste bus fuhr um 19:00.
so liesen wir unsere sachen beim busterminal und machten uns auf zu einem weiteren tag in der stadt.
naja, fuer mich wurde es ein tag im internet, da ich kurz entschlossen mir vornahm begonnene auftraege zu beenden.
nicole fuer ihren teil wanderte jedoch noch ein wenig umher...

Ja da ich keine Lust hatte schon wieder ewig im Internetcafe rumzusitzen beschloss ich mal alleine losziehen zu koennen. Was sich auch lohnen sollte, denn ich machte ein paar nette Bekanntschaften- erst mit 2 Peruanerinnen, die mich in einen kleinen Park fuehrten, wo wir uns dann mit englisch und spanischkenntnissen zu unterhalten versuchten. Ging auch ganz gut. Doch dann mussten sie los und ich bin weiter und hoeher. Auf einmal befand ich mich wieder am selben Platz wie gestern (Huegel) und beschloss mich in den Schatten zu setzen, um einen Brief zu schreiben (wer schon mal in lateinamerika war, weis, das es eine illusion ist, der versuch in der oeffentlichkeit, in ruhe, irgendetwas zu papier bringen zu wollen). Doch ich war nicht lange alleine. Da ich aber auch diesmal nichts dagegen hatte mich mit einigen Peruanern zu unterhalten verfielen wir auch jetzt wieder in ein Gespraech- jedoch etwas schleppender, denn sie konnten leider kein Englisch. Dadurch (oder wodurch auch immer) verabschiedete sich ein Grossteil auch schon bald wieder und nur Miguel, ein 16-17 jaehriger Peruaner blieb noch und lud mich schliesslich ein mich durch "seinen" Zoo zu fuehren, indem er nach der Schule wohl noch ein wenig Geld dazu verdiente. Also sind wir durch "seinen" Zoo spaziert, wobei er mir fiel zeigte und erklaehrte, ich aber leider hoechstens die Haelfte verstanden habe. Danach wollte ich dann schnurstracks wieder in die Stadt zurueck, denn irgendwie war es schon maechtig spaet geworden. Doch aus dem schnurgerade wurde eine laengere Irrtour, bevor ich endlich wieder im Internetcafe ankam.

was folgte, war einer dieser abende, an dem man durch die ganze stadt rennt, vorbei an haufenweise restaurant, sich aber die ganze zeit einbildet, nichts zu essen zu finden (typisch fuer mich und nicole).
doch die schwerere krise folgte.
warum braucht ein bus fuer die selbe entfernung doppelt so viel zeit?
(ach ja, nur so als info, ayacucho(peru) hies unser ziel)
zum einen lag es wohl an der lage der strasse, oftmals sich schmal (1,5spurig mit gegenverkehr) steile haenge herab und wieder hinaufwindend.
zum anderen wohl an dem zustand der strasse, obwohl immer noch weit besser als die strasse von juigalpa nach rama(nicaragua), doch nicht mehr als eine staubige schotterpiste, was das vertrauen in die lage nicht gerade vergroesserte.
die landschaft war schoen, am anfang schienen die sterne, spaeter erhellte der mond die szenerie, beindruckende gipfel, idyllische taeler und die fahrt war trotzdem hart (aber schoen =), fuer mich nicht denn man stelle sich vor man hat tierste Kopfschmerzen, der Magen tut einem weh und man moechte nur noch ins Bett, dann war sie mit Sicherheit nicht mehr schoen).
nun ja, nicole war etwas verstimmt und hatte keinen fensterplatz, doch letztendlich konnte auch sie sich zu den gluecklichen zaehlen, die diese fahrt im sitzen bestreiten durften und nicht im gang stehen mussten.

bei unserer ankunft (06:00) machte ayacucho(peru) einen beinah geisterhaften eindruck.
die strassen leer, verlassen und dunkel.
nur hier und da liesen erste zeichen spueren, dass die stadt kurz vor dem aufwachen war.
was das genau bedeuten sollte, stellten wir jedoch erst 4h spaeter fest, nach dem wir unser hotelzimmer verliesen und bei strahlendem sonnenschein in die nun vollkommen verwandelten gassen traten.
ueber all farben, menschen und produkte.
in der naehe des marktes gelegen, fielen wir sozusagen direkt in das bunte treiben der handelnden.
von dort liefen wir bergauf, bis wir einen ruhigeren, beinah idyllischen wohnhang erreichten, von dem aus wir auf die vor uns ausgebreitete stadt blicken und ihre kirchen zaehlen konnten (zu letzteren sei gesagt, es gibt sie hier zuhauf, man trifft sie nahezu an jeder strassenecke).
dann wieder bergab, vorbei an schlaefrig wachsamen stadtdorfhunden, wieder ins treiben und wenig spaeter dann hier her, in das internetcafe unseres momentanen aufenthaltes (man muss dazu sagen, dass es nicht wie in Huancayo oder Lima so leicht war ein solches zu finden- es handelt sich halt doch um einen eher abgelegenen Ort in den Bergen, obwohl groesser als Huancayo macht es doch einen kleinstaedterischeren Eindruck).

so gibt es im moment nicht mehr von unserer reise zu berichten (gibt es natuerlich schon, aber da muesst ihr schon fragen).

viele liebe gruesse aus der ferne...

...da gnuwwel + nicole...


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von marko
zum testen.

marko

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von marko
zum testen.

marko

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marko

simply ignore this test!


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marko

simply ignore this test!


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marko

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richtig leer


[vom eric]



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