[jetzt sind sie weg und ich bin wieder allein, allein...]
hallo liebe daheimgebliebene!
okay, wo bin ich gelanded?
nun zuerst einmal war ich zum vierten mal sehr frueh auf dem flughafen in la paz.
wenigstens klappte alles mit hannes flug und so trat ich zum dritten mal aus einem flughafen und war mir ganz allein ueberlassen.
diesmal ging es jedoch besser (glaube ich, ganz bin ich aus der kritischen phase noch nicht raus).
da es noch keine busse zurueck ins zentrum gab setzte ich mich an die strasse und schaute der sonne beim aufgehen zu.
kurz vorm aufgehen warf diese einen roten streifen auf eine schwarze wolke am horizont, anarchie im morgengrauen.
doch schnell verloren sich die farben, wurden zu blassen pasteltoenen.
die sonne, blasses spiegelei eines sehr ungluecklichen huhns, stieg gleichzeitig mit hannes flugzeug ueber den horizont.
mein bus wuerde erst 18:30 losfahren, so hatte ich fast noch einen ganzen tag in la paz(bolivien).
ich machte meine letzten reisevorbereitungen, letzte photos der stadt.
die meiste zeit holte ich jedoch meinen schlaf nach, ich durfte netterweise bis 18:00 im hotel verweilen ohne zu bezahlen.
dann ging ich zum busbahnhof.
ich musste feststellen, dass ich sitzplatz 23 hatte.
und dann puenktlich um acht uhr abends (2^3) rammte ein kleiner lkw direkt neben meinem fenster den bus, da soll man nicht paranoid werden.
ging aber alles gut, der buss hatte ein paar kratzer, der lkw war wohl ziemlich kaputt, wehgetan hat sich aber keiner.
den rest der fahrt hab ich so ziehmlich verpennt, aber im dunkeln war eh nichts zu sehen und ich denke es ist auch nicht mehr viel passiert.
am naechsten morgen wachte ich in sucre(bolivien) auf.
diese stadt hat mich doch schon ueberrascht.
eigentlich soll es die hauptstadt boliviens sein, aber verglichen mit den hauptstaedten die ich bisher kannte, geht es hier sehr gelassen zu.
das erste was auffiel war, das die ganze stadt aus weisen haeusern aus der kolonialzeit besteht.
so war ich doch oft an heiligendamm erinnert, waehrend ich hier durch die strassen lief.
dazu ist die stadt entsetzlich klein fuer eine hauptstadt und hoert praktisch mit ihrem zentrum auf, das sich gerademal ueber ca. 20bloecke erstreckt.
aber dafuer hab ich den zentralen platz und den markt zu keiner uhrzeit gesehen, dafuer bringen die menschen hier eine sehr aufgeklaerte haltung rueber.
irgendwie schaffen es die menschen es wirklich rueberzubringen, dass la paz(bolivien) zwar regierungssitz ist, aber sucre(bolivien) hauptstadt bleibt.
nicht das la paz(bolivien) sucre(bolivien) nachstehen wuerde, aber genau das ist es, sucre(bolivien) ist eigentlich nur ein nest, bringt aber trotzdem weltstaedtische athmospaere zustande.
ich spazierte also durch die stadt, betrachtete kultur und architektur und bin ganz zufrieden mich dafuer entschieden zu haben, hier her zu fahren.
am abend wollt ich mich dann noch melden bei euch, aber da spielte die technik nicht mit, schreib ich erst heute.
heute hab ich noch nicht viel gemacht, aber ich hab noch ein paar plaene.
so will ich mir nachher noch den obersten gerichtshof anschauen und ins universitaetsmuseum gehen, moderne kunst anschauen.
morgen will ich weiter, nach potosí(bolivien), was ebendfalls eine recht huebsche stadt sein soll.
aber ich meld mich von dort bestimmt nochmal.
es gruesst euch aus der ferne...
...da emailbeduerftige gnuwwel...